Forschungsförderung

Allgemeines

Die Harald Schultz-Hencke Gesellschaft e. V. zielt darauf ab, Zuwendungen vor allem aus privater Hand für die von ihr geförderten Forschungsprojekte zu gewinnen. Die Zuwendungen sind aufgrund der Gemeinnützigkeit des Vereins für den Zuwendungsgeber von der Steuerveranlagung befreit und werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen vom Verein gegenüber dem Zuwendungsgeber als solche ausgewiesen.

Ansprechpartner für Zuwendungen ist der Vorsitzende des Vereins (Dr. Steffen Theilemann).

Anträge auf Förderung von Forschungsvorhaben zu Leben und Werk von Harald Schultz-Hencke können an die Harald Schultz-Hencke Gesellschaft herangetragen werden.

Förderungen

1.

Seit dem 1. Januar 2020 wird vom Verein das Forschungsprojekt „Harald Schultz-Hencke als Psychoanalytiker: Biografie der Jahre 1922 bis 1953“ finanziell unterstützt. Projektleiter ist Dr. Steffen Theilemann.

Das Forschungsvorhaben enthält Untersuchungen sowohl zur privaten, fachlichen und beruflichen Entwicklung Schultz-Henckes wie zu seinen politisch-gesellschaftlichen Einstellungen und Handlungen in der Zeit zwischen 1922 und 1953. Hierfür werden u. a. ausgewertet:

  • die durch Vorarbeiten transkribiert vorliegenden Tagebuchaufzeichnungen Schultz-Henckes für die Zeit von 1926 bis 1949 (insgesamt 285 DIN-A4-Seiten),
  • Nachlassteile, wie sie im Bundesarchiv in Koblenz liegen (insgesamt 38 Bestände mit einem Inhalt von etwa 12.000 Manuskriptseiten),
  • Vorträge, Aufsätze und Monografien von Schultz-Hencke,
  • Archivmaterialien aus dem Institut für psychogene Erkrankungen der AOK Berlin und dem Nachlass von Prof. Eduard Jorswieck zur Arbeit des Instituts,
  • eine Reihe weiterer Archivmaterialien (u. a. des Archivs der Britischen Psychoanalytischen Vereinigung, des Karen Horney Archivs in New York und der Otto-Fenichel-Papers in der Bibliothek der Universität von Kalifornien Los Angeles).

Der Zeitrahmen des Forschungsprojektes beträgt zehn Jahre, wobei davon ausgegangen wird, dass der Projektleiter seine psychotherapeutische Praxis jährlich für etwa ein Quartal schließt, um sich dem Forschungsvorhaben widmen zu können. Das Projekt ist vom Projektleiter – bei z. B. laufenden Praxiskosten und gleichzeitig fehlendem Einkommen – finanziell nur dann bewältigbar, wenn ihm seine Forschungstätigkeit entsprechend dem Gehalt für einen Postdoc-Mitarbeiter an wissenschaftlichen Instituten gemäß dem Tarifvertrag im öffentlichen Dienst (TVöD) vergütet wird. So ergibt sich eine Fördersumme von etwa 16.000 Euro jährlich, die durch Spendengewinnung gedeckt werden soll.

Personen, die das benannte Forschungsvorhaben finanziell unterstützen wollen, wird der Forschungsprojektantrag an die Harald Schultz-Hencke Gesellschaft und die Gutachten zum Projektantrag, erstellt von Prof. em. Dr. sc. nat. Werner Krause (Jena), Prof. Dr. med. habil. Peter Hahn (Heidelberg / Hannover) und Prof. Dr. jur. Albrecht Götz von Olenhusen (Düsseldorf), auf Wunsch zugeleitet.

2.

In Planung ist eine Unterstützung der Veröffentlichung der Tagebuchaufzeichnungen Schultz-Henckes aus den Jahren 1916 bis 1919 mit einem Umfang von etwa 3.000 handschriftlich verfassten Manuskriptseiten in altdeutscher Schrift.